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03.07.2007

Biografie: "Fliegende Fische"


Biografie
Pohlmann.

Vielleicht werden wir in diesem Jahr einen neuen Begriff in unseren Sprachschatz aufnehmen müssen: die "Pohl-Manie"! Denn am 21. September veröffentlicht EMI Music Germany (Virgin) das zweite Album von Ingo Pohlmann mit dem Titel "Fliegende Fische". Klammheimlich hat der Überflieger Pohlmann die Herzen der Nation erobert, denn mittlerweile wurden über 30.000 Einheiten seines Debüt-Albums "Zwischen Heimweh und Fernsucht", sowie über 30.000 weitere Downloads verkauft, ohne dass das Album jemals die Charts gesehen hat. Er hat beim diesjährigen "Bundesvision Song Contest" mit seinem Song "Mädchen und Rabauken" als bester Newcomer einen hervorragenden fünften Platz belegt.
Pohlmann vereint! Weil er mit seiner Musik und den Geschichten, die er in seinen Songs erzählt, Menschen aus der Seele spricht. Weil er Worte für Gefühle findet, die von vielen nur schwer in Worte zu fassen sind. Pohlmann balanciert zwischen Extremen, zwischen Hoch und Tief, zwischen Innen und Außen. Sein zweites Album handelt von eben diesem Seiltanz zwischen den Extremen. Weil er sie kennt, weil es seine eigenen Erfahrungen, seine eigenen Geschichten sind. Es handelt von Menschen, ausgestattet mit dem Willen und der Wahl, inmitten der Extreme Entscheidungen zu treffen und treffen zu müssen. Es handelt davon, dass nicht das Außen das Innen bestimmen sollte, sondern dass es genau anders herum viel besser ist, viel mehr Freiheit eröffnet. Pohlmann singt mit entwaffnender Ehrlichkeit von sich selbst und von uns. So zieht er immer mehr Menschen in seinen Bann - und das ist die "Pohl-Manie".

12 neuen Songs hat er großes Leben eingehaucht und sie noch direkter, fassbarer und Live- näher eingespielt. "Ich habe mit meiner Band in den letzten Jahren so viel vor Publikum gespielt und gemerkt, dass es das ist, was mich und meine Songs immer mehr ausmacht: - dieses LIVE Gefühl. Klänge, die im Folkblues beheimatet sind, angereichert mit Rock- und Popelementen. Ein Sound, den er selbst als "Rootpop" beschreibt, und der schwingt zwischen Tracy Chapman, Ben Harper und Tom Waits. "Das bin ich, daher komme ich und da komme ich jetzt, mit der zweiten Platte wieder an. Ich glaube, wir haben ein Album mit Seele geschaffen", so Ingo Pohlmann. "Dabei komponiere ich meistens auf der Toilette" sagt er. "Ich schließe die Tür, das ist ganz klein da, irgendwie ein autistischer Raum und das ist MEIN Raum". Zuerst entsteht die Melodie und das Gefühl, das der Song transportiert, die Aussage, die mitschwingt ohne Worte. Worte sammelt er in seinem Notizbuch - Themen, Brocken, Gesprächsfetzen. "Dinge, die eine Sache auf den Kern treffen und die mich in meinem Kern berühren. Ich habe den Anspruch, dass die Gedanken und Gefühle, die meine Musik transportiert, so tief wie möglich gehen. Aber dass sie dabei ganz einfach zu verstehen sind, für jedermann. Ich habe keine Zeigefinger-Attitüde. Ich kenne das Alles aus dem eigenen Erleben, ich erkenne mich selbst als sehr fehlerhaft. Das ist es ja, was einen zum Menschen macht".

In NRW gestartet...
Als Kind eines erfolgreichen Bauunternehmers wird Ingo Pohlmann 1972 in Rheda-Wiedenbrück geboren. Hier ist alles so, wie in vielen Kleinstädten mit rund 45.000 Einwohnern in Deutschland. Auch die Erwartungen. Ingo soll einmal in die Fußstapfen des Vaters treten, den Familienbetrieb übernehmen. Die Ausbildung zum Maurer schien konsequent. Jahre mit "Menschen, die grob und zynisch miteinander umgingen und meine langen Haare nicht mochten. Ich konnte acht, neun Stunden am Tag nicht ich selbst sein", so Pohlmann rückblickend. Musikmachen in und mit verschiedenen Rockbands hilft, ist ein wichtiges Ventil in dieser Zeit. Dann kommt der Zivildienst: "In der Berufsschule hatte ich diese ganzen harten Jungs und plötzlich saß ich zwischen nur netten Typen, mit denen ich bis tief in die Nacht quatschen konnte". Eine Übung im Rahmen eines Lehrgangs beeindruckt ihn und stärkt sein Selbstvertrauen: "Einer spielt den Kranken, der blind ist oder im Rollstuhl sitzt, der andere den Zivi. Auch beim Gang zum Klo. Du wirst damit konfrontiert, wie es ist, jemandem ausgeliefert zu sein. Loslassen zu müssen. Und wie es sich anfühlt, jemand anderer zu sein, als man ist. Empfindungen, die Ingo Pohlmann kennt, denn der Druck, für den Fortbestand des Familienunternehmens verantwortlich zu sein, ist groß. Nach einem Auftritt mit seiner Rockband bekommt er einen Tinnitus, der zu seinem Lehrmeister wird: "Dem Tinnitus habe ich mich in einer Nacht gestellt. Ich habe ihm ganz genau zugehört. Und plötzlich war er da, ohne als einzelner Ton erkennbar zu sein. Er wurde Teil meines Hintergrundgeräusches. Es geht darum, die Dinge, die man innerlich ablehnt, anzunehmen und zu akzeptieren. Das nimmt ihnen alle Größe und Macht, die sie vermeintlich über dich haben".

...in Hamburg angekommen.
Ingo Pohlmann durchschreitet Grenzerfahrungen, um keine Angst mehr davor zu haben er selbst zu sein - das zu machen und zu leben, was er tatsächlich IST: Musiker. Er entscheidet sich gegen die Bau - Karriere und jobbt als Kellner im BP1 (Bar Projekt 1). Dort begründet er den wöchentlichen Montagabend "Rocker vom Hocker". Zwischen Tresen, Barhockern und Gelagen: eine Open-Stage für Musiker. Nach drei Monaten ist der Laden montags voller als samstags und "Rocker vom Hocker" Kult. "Diese Abende waren legendär und mich haben sie dahin geführt, wo ich jetzt stehe. Mit meinen Songs, meinen deutschen Texten. Das bin jetzt wirklich ich. Ich hab gelernt, dass der Weg zu dir immer nur der Weg in dich hinein sein. Das kann niemals sein, Dich im Außen zu vergleichen oder zu definieren. Das war komplett anders zu Allem, was ich vorher gemacht hatte". Durch "Rocker vom Hocker" lernt er Henning Wehland kennen. Bald sitzt er im Studio und nimmt seine erste EP und sein Debut-Album auf. Jetzt, mit dem zweiten Album ist Ingo Pohlmann wirklich angekommen. "Meine Angst, nicht der sein zu können der ich wirklich bin, ist ein größerer Antrieb als die Angst zu versagen. Und das Bewusstsein darüber, dass alles von einem Tag auf den anderen vorbei sein kann. Das, was ich erlebt habe, hat mir gezeigt: ich bin derjenige, der für mein Leben verantwortlich ist, der das Drehbuch schreibt und gestaltet". Musikalisch schlägt Ingo Pohlmann jetzt das zweite Kapitel auf.

www.pohlmann-music.de

LIVE:
06.07. Cuxhaven - Tag der Niedersachen
07.07. Duisburg - Park-Kult-Nacht
14.07. Norddeich - Festival am Meer
21.07. Wittenberg - Jump Festival

VÖ Album: "Fliegende Fische": 21. September 2007
VÖ Single: "Wenn es scheint dass nichts gelingt" 31. August 2007

Weitere Informationen:

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Corie Rappich Steffi Kim
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